Virtual Reality
Behindert das Internet "wirkliche" Beziehungen?

Der Begriff "Virtuelle Realität" (VR) wird in erster Linie als computergenerierte virtuelle Umgebung bezeichnet. Virtuelle Realität lässt sich in vielen Bereichen einsetzen. Ein sehr bekanntes Einsatzgebiet ist die Pilotenausbildung in Flugsimulatoren.

Während die Virtuelle Realität viele fasziniert, schrecken andere entsetzt zurück. "Cyberspace", diese Vision der Science-Fiction, die sich im Flimmern von 3D-Brillen realisiert.  Oder Lara Croft, diese Menschen-Maschine der Video- und Computerspiel-Serie Tomb Raider.

Was den Produzenten dieser "Machwerke" angelastet wird, findet all überall auch ohne Technik statt. Unsere Gehirne sind wahre Meister im Produzieren virtueller Realitäten. In Träumen und Tagesfantasien tauchen wir in Welten ein, die weit entfernt sind von unserer "normal erlebten" Realität. Viele dieser inneren Filme werden geheim gehalten. Wenn andere wüssten, was wir alles treiben - rein virtuell.

Das Abtauchen in nicht reale Welten wird in der Psychotherapie und in der Schmerzbehandlung als Therapeutikum eingesetzt. Die Hypnose ist in der Psychotherapie nützlich und hilfreich, wenn sie auf  verhaltenstherapeutischer Basis Verwendung findet. In Trance lassen sich aversive Reize "herbeizaubern", die in der "Real Reality" nicht zugänglich sind. in Hypnose geschulte Zahnärzte setzen die Trance gezielt zur Schmerzreduktion ein. In der Schmerztherapie, die früher und auch heute noch oft mit süchtigmachenden Mediakmenten erfolgreich war und ist, findet die bewusst herbeigeführte virtuelle Welt zunehmend Beifall. Schmerz besteht immer auch aus einer signifikanten psychologischen Komponente. Es beginnt damit, dass Nerven eine Verletzung signalisieren. Das Gehirn entscheidet dann mit darüber, wie stark die Schmerzempfindung ist. Wenn man sich in eine virtuelle Welt begibt, wird das Gehirn von der Verarbeitung des Schmerzes abgelenkt. Das Endergebnis: Die Ärzte können die Verwendung von harten, süchtig machenden Schmerzmitteln wie Morphium reduzieren oder ganz darauf verzichten.

Neben den in der Regel als nützlich wahrgenommenen virtuellen Maschinen (Flugsimulatoren), den von manchen geliebten, von anderen verachteten Lara Crofts und den als notwendig akzeptierten Hypnosetechniken gibt es eine Virtual Reality, die vielen Erwachsenen die Sorgenfalten auf die Stirne treibt, weil sie in ihrer Sicht Kinder und Jugendliche zu bedrohen scheint: Die Rede ist von der virtuellen Kommunikation in Chats und Diskussionsforen. Diese Form der Kommunikatkion wird virtuell genannt, weil sie nicht unter Anwesenden stattfindet, sondern über die Computertastatur. 

Dass auch die Kommunikation unter Anwesenden virtuelle Kommunikation ist, wollen wir in einem knappen Exkurs einblenden, bevor wir auf Sinn oder Unsinn der Tastatur-Kommunikation zurück kommen. Das nur, um die Bewertung der Kommunikation via Chat und Forum nicht auf  ein - der Sache nach - falsches  Argument zu lenken.

Kommunikation unter Anwesenden, Interaktion genannt, ist durch und durch virtuell.

(Text noch nicht fertig - Sal.) 





















      
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